Visitenkarten sind sicher und keinesfalls Old School? 

von Thorsten Höhnke

Inhaltsverzeichnis

In einer zunehmend digitalen Welt könnte man meinen, dass Visitenkarten aus Papier längst überholt sind. Doch weit gefehlt. Visitenkarten haben nicht nur ihren festen Platz im Geschäftsleben, sondern bieten auch entscheidende Sicherheitsvorteile gegenüber ihren digitalen Alternativen. 

Sicherheit geht vor

Ein Hauptargument für die klassische Visitenkarte ist ihre Sicherheit. Während QR-Codes, NFC-Technologien und digitale Netzwerkaustauschmöglichkeiten bequem erscheinen mögen, bergen sie erhebliche Risiken. Ein einfaches Einscannen eines QR-Codes mit dem Smartphone kann ausreichen, um sich Schadsoftware einzufangen oder gar das gesamte Gerät zu kompromittieren. Kriminelle nutzen diese Technologien, um unbemerkt Zugriff auf Smartphones zu erhalten, Daten zu stehlen oder das Gerät unter ihre Kontrolle zu bringen. 

Ein besonders bedrohliches Beispiel für diese Art von Angriff ist der Einsatz eines sogenannten Deauthers. Ein Deauther ist ein kleines, erschwingliches Gerät, das verwendet werden kann, um ein Smartphone oder andere Geräte aus allen bekannten Netzwerken zu „werfen“. Dies geschieht durch das gezielte Senden von Deauthentifizierungspaketen, die das Gerät dazu zwingen, die Verbindung zu bestehenden Netzwerken zu trennen. 

Die Anwendung eines Deauthers im Detail 

Der Deauther wird häufig in Kombination mit einem manipulierten QR-Code verwendet. Sobald der Benutzer den QR-Code scannt, kann der Angreifer den Deauther aktivieren, der das Gerät des Opfers aus allen bekannten Netzwerken herauswirft. Gleichzeitig wird das Gerät in ein verstecktes Netzwerk des Angreifers eingebunden, ohne dass der Benutzer dies bemerkt. Dadurch erlangt der Angreifer vollständigen Zugriff auf das Gerät. Er kann nicht nur alle Passwörter und Eingaben des Nutzers abfangen, sondern auch Apps und Dateien unbemerkt installieren, die die Kontrolle über das Smartphone übernehmen. 

Manipulations-Möglichkeiten beim Erstellen eines QR-Codes 

In QR-Codes können eine Vielzahl von Informationen codiert werden, darunter URLs, Text, Wi-Fi-Anmeldeinformationen, PDF-Dokumente, und mehr. Diese Flexibilität macht QR-Codes zu einem beliebten Tool, birgt jedoch auch erhebliche Risiken: 

1. Versteckte Links: Ein QR-Code kann so gestaltet werden, dass er zu einer schädlichen Website führt, die dazu dient, Malware zu verbreiten oder vertrauliche Informationen zu stehlen. Da der Inhalt des QR-Codes für den Benutzer nicht sichtbar ist, bevor er ihn scannt, besteht ein hohes Risiko, unwissentlich eine gefährliche Seite zu besuchen. 

2. Manipulierte Wi-Fi-Verbindungen: Ein QR-Code kann so programmiert werden, dass er eine automatische Verbindung zu einem manipulierten Wi-Fi-Netzwerk herstellt. Dadurch kann der Angreifer den gesamten Datenverkehr des Nutzers überwachen und sensible Informationen wie Passwörter und private Nachrichten abfangen. 

3. Versteckte Dateien: QR-Codes können auch so konfiguriert werden, dass sie automatisch eine Datei, wie z.B. ein PDF-Dokument, herunterladen. Diese Datei könnte eine versteckte Schadsoftware enthalten, die das Gerät infiziert und dem Angreifer ermöglicht, Kontrolle über das Gerät zu übernehmen. 

Risiken beim Scannen eines QR-Codes 

Wer einen QR-Code scannt, setzt sich potenziell einer Reihe von Risiken aus: 

– Ungewollte Datenweitergabe: Durch das Scannen eines QR-Codes könnte der Nutzer unbewusst persönliche Daten preisgeben oder Zugriff auf sein Gerät ermöglichen. 

– Schadsoftware-Infektion: QR-Codes können verwendet werden, um Malware zu verbreiten, die das Gerät infiziert und es dem Angreifer ermöglicht, Passwörter und andere sensible Informationen zu stehlen. 

– Gefälschte Webseiten: Der QR-Code könnte auf eine gefälschte Webseite leiten, die so gestaltet ist, dass sie wie eine legitime Seite aussieht, um den Nutzer dazu zu bringen, vertrauliche Informationen einzugeben. 

Visitenkarten Old School? Eher zeitlos! 

Viele mögen Visitenkarten als „old school“ bezeichnen, doch dieser Begriff greift zu kurz. Visitenkarten sind vielmehr zeitlos. Sie übermitteln einen Hauch von Professionalität und Wertschätzung, der in der digitalen Kommunikation oft fehlt. Das Überreichen einer Visitenkarte ist ein physischer Akt, der den Austausch von Informationen persönlicher und verbindlicher macht. 

Darüber hinaus bietet eine Visitenkarte dem Empfänger die Möglichkeit, in Ruhe die Informationen zu sichten und zu verarbeiten, ohne sofortige Aktionen auf einem Gerät durchführen zu müssen. Sie schafft eine Pause im hektischen digitalen Alltag und gibt dem Austausch eine greifbare Komponente. 

Fazit: Vertrauen wir doch lieber dem Papier? 

In einer Zeit, in der digitale Angriffe immer raffinierter und schwerer zu erkennen werden, bietet die klassische Visitenkarte aus Papier eine sichere und bewährte Alternative. Sie schützt vor ungewollten Zugriffen und Manipulationen und ist gleichzeitig ein stilvolles Instrument der Geschäftskommunikation. Visitenkarten sind alles andere als „old school“ – sie sind eine vertrauenswürdige Basis in einer zunehmend unsicheren digitalen Welt. 

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